Seward, AK

Seward – ein Ort um zu entspannen und das Marineleben der Kenai Halbinsel zu entdecken

Seward hat eine winzige Bevölkerung von 2,787 Menschen und ist ein kleiner Ort welcher größtenteils von Menschen die den Kenai Nationalpark entdecken wollen oder mit einem Schiff nach Alaska kommen besucht wird. Die Stadt hat ihren Namen von William H. Seward, dem Minister der Vereinigten Staaten unter Abraham Lincolns und Andrew Johnsons Regierung. Im Jahr 1876, hat er dafür gekämpft, dass die USA Alaska nach großen Diskussionen von Russland abkauft.

Seward markiert die Meile 0 der bekannten Iditarod Weges, welcher in dem frühen 1900ern gebaut wurde und zum transport von Menschen und Gütern zu und von Alaskas Innerem benutzt wurde.


Lowell Point

Der einzige Weg um zu Lowell Point zu kommen ist die Lowell Point Road, eine Erweiterung des Seward’s Railway Avenue, welche hinter Sewards Innenstadt startet, eine kurzen Entfernung vom Alaska SeaLife Center und dem südlichen Endpunkt des Seward Highway. Die Straße besteht ausschließlich aus steinigem Untergrund entlang eines dünnen Streifens von Flachland zwischen den Bergen und Resurrection Bay.

Angekommen an der Bucht kann man schon das kristall klare und super blaue Wasser mit den Wellen angespült kommen sehen. Man kann entlang des Wasser über den steinigen Strand laufen. Das Wasser ist das ganze Jahr lang wirklich eiskalt, wenn es jedoch im Sommer warm wird ist es auch erfrischen für einnige Sekunden dort herein zu springen. Es gibt hier Ebbe und Flut. Wenn man bei Ebbe ankommt kann man einen Wanderweg entlang des Wassers, den Berg auf der rechten Seite hoch laufen. Man sollte aber unbedingt im Kopf behalten, dass man Essen und Trinken bringt und man nur bei Ebbe wieder zurück kommt. Je nachdem wie lange man „auf der anderen Seite“ bleiben möchte muss man bedenken, dass man möglicherweise trotzdem noch auf die Ebbe warten muss bevor man wieder zurück zum Strand kommt. Wenn also die Flut kommt ist man erstmal auf dem Wanderweg gefangen, bis sich das Wasser wieder zurück zieht. Wenn man die für den Ausflug entscheidet ist es sehr interessant die Algen und Muscheln auf dem großen Felsen am Strand zu sehen, auf den man während der Ebbe sogar drauf klettern kann.

Das einzige was mich an Lowell Point ein wenig stört ist das parken. Auf der rechten Seite direkt vor dem Eingang zum Strand ist 15-minütiges parken welches vor allem für Leute gedacht ist, die ihr Boot oder Kayak ins Wasser setzten möchten. Für den offiziellen Parkplatz muss man zahlen, wenn man länger als 30-Minuten bleibt. Also sollte man zuvor einplanen wie lange man bleiben möchte und wenn man sogar wandern gehen möchte diese Zeit und vor allem Ebbe und Flut dazu rechnen. Die nimmt der ganzen Sache ein wenig die Entspannung.


Downtown

Downtown ist klein aber interessant durch zu laufen. Es gibt viele teure Restaurants aber auch viele Souvenirshops und Bars. Am Ende von Downtown kann man das Alaska SeaLife Center finden. Wir haben uns dazu entschieden dieses nicht zu besuchen, da wir erst den Kenai Fjords Nationalpark besuchen wollten um zu sehen ob uns das Wissen der Tour reicht oder wir noch ein wenig mehr Informationen zu der Unterwasserwelt haben wollen. Letztendlich hat und der Besuch des Nationalparks gereicht, da wir dort schon so viele atemberaubende Tiere in der freien Laufbahn gesehen haben. Wenn du dich jedoch dazu entscheidest das Center zu besuchen kannst du auf jeden Fall noch viele weitere Informationen über Alaskas Wasser bekommen und alle Tiere wirklich von nahem sehen. Der Eintritt für Erwachsene kostet $25.95 und für Kinder in einem Alter von 4 bis 12 kostet $12.95.

http://www.alaskasealife.org


Der Hafen

In der entgegen gesetzten Richtung von Downtown liegt der Hafen der Stadt. Der Hafen ist das Zuhause vieler Souvenirläden und vielen Anbietern für Touren für den Kenai Fjords National Park. Außerdem sind hier auch viele Snackläden und natürlich atembraubende Aussichten zu finden. Es ist erlaubt über die Stege zu laufen und einen Blick auf die ganzen Boote zu werfen.


Exit Glacier

Exit Glacier ist der einzige Teil des Kenai Fjords National Parks welcher per Straße erreichbar ist und für den keine Tour notwendig ist. Der Eintritt ist frei und es gibt ein kleines Besucherzentrum mit einen Souvenirladen. Es gibt viele Wanderwege aber mein absolutes Highlight was natürlich der Gletscher. Wir haben direkt am Besucherzentrum geparkt und sind den 6 Meilen (10km) langen Weg zum Gletscher gewandert. Und was kann ich sagen? Was eine tolle Erfahrung! Die Wanderung war ziemlich einfach und nicht sehr anstrengend. Überall im Park kann man Ranger finden die gerne Fragen beantworten und einem weiter helfen könne.

Es ist so beeindruckend einen Gletscher von so nah zu sehen! Was ich absolut über diesen Ort geliebt habe ist, dass man den traurigen Prozess des Schmelzens des Gletschers beobachten kann. Als wir hierher gekommen sind haben wir uns gewundert warum es hier wahllose Schilder am Straßenrand stehen mit wahllosen Nummern darauf. Nachdem wir den Gletscher besucht haben wurde uns dann klar, dass diese Nummern/Jahreszahlen auf den Schildern das Ende des Gletschers in den jeweiligen Jahren markieren, begonnen mit den frühen 1800ern. Die ersten Schilder sind weit weg von dem heutigen Standort des Gletschers. Selbst entlang des Wanderweges kann man diese Schilder finden. Man läuft also wortwörtlich entlang der Vergangenheit dieses Gletschers. Es ist wirklich sehr ergreifen zu erkennen wieviel kleiner der Gletscher in so kurzer Zeit geworden ist. Ich finde, dass diese Schilder sehr wichtig sind um darüber aufzuklären, dass wir ein Problem haben uns solange wir uns nicht ändern wird es nur noch schlimmer und es wird keine Gletscher mehr geben. Dieser Ort hat mich zu nachdenken gebracht und hat dazu geführt, dass ich mich tatsächlich anders benehme. Ich werde noch einen weiteren Artikel darüber schreiben wir man umweltfreundlicher leben kann um sicher zu gehen, dass unsere Kinder und Enkelkinder ebenfalls diese wunderschönene Ausblicke genießen können!


Resurrection South Campground

Der schönste Campingplatz, den ich je gesehen habe. Es handelt sich hierbei um einen kleinen Campingplatz mit 70 Plätzen direkt am Wasser. Wir kamen am frühen Abend an einem Donnerstag an und haben tatsächlich den aller letzten Platz bekommen. Es kostet $15 pro Nacht um hier zu übernachten. Am Eingang des Campingplatzes kann man bezahlen. Man muss sich zuvor einen Platz aussuchen (also einfach ein wenig herumfahren und sich die Nummer merken) und dann die jeweilige Nummer in den Automaten eingeben und mit Karte bezahlen. Der Automat druckt dann eine Quittung aus, welche man an den Pfosten vor den Platz hängen kann. Der Campingplatz ist für Zelte als auch für Wohnmobile gedacht. Die Zeltplätze haben einfache Toiletten und Waschbecken während die Wohnmobilplätze, welche nur einen 5 minütigen Lauf weiter weg liegen, Toiletten, Waschbecken, Duschen (für $7 für 10 Minuten (man kann nur mit $1 Scheinen bezahlen!)) und W-Lan haben.

Wie ich schon zuvor erwähnt habe liegt der Campingplatz direkt am Wasser und damit ging mal wieder ein weiterer Traum in Erfülllung. Den ganzen Tag lang waren Otter, Seelöwen und Wale, ja, WALE, direkt vor unserem Zelt im Wasser. Wir mussten unseren Schlafplatz also nicht mal verlassen um die Tiere zu sehen. Manchmal haben wir einfach nur in unserem Zelt gelegen und die Wale aus dem blauen Wasser herausspringen sehen. Um den Strand zu erreichen mussten wir sogar nur ein paar Schritte machen und schon waren wir da.

Der Campingplatz liegt fast genau mittig zwischen Downtown und dem Hafen, welche beide in Laufdistanz über den Iditarod Trail sind.


Kenai Fjords National Park

Um mehr über den Kenai Fjords National Park zu lesen kannst du hier klicken.

Der größte Teil des National Parks ist mit Wasser bedeckt weswegen man diesen nur via Boot erreichen kann wofür man eine Tour buchen muss. Man kann und sollte zuvor reservieren. Die meiste Zeit, vor allem im Sommer, sind sie komplett ausgebucht. Meistens gibt es sogar einen Rabatt von 10% wenn man eine Tour 48 Stunden vor Abfahrt bucht.

Wir haben unsere Tour mit Pursuit – Alaska Collection gebucht und waren voll und ganz zufrieden. Die Kenai Fjords National Park Tour, für die wir uns entschieden haben, übertraf all unsere Erwartungen!
https://www.alaskacollection.com/day-tours/kenai-fjords-tours/kenai-fjords-national-park-tour/


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